Früher, bis vor drei Jahren, war die Welt der Altersvorsorge noch in Ordnung: wer für sein Alter vorsorgen wollte, schloss eine Lebensversicherung ab, proftierte nach zwölf Jahren von der steuerfreien Auszahlung und sicherte mit dem Risikoanteil esine Familie ab.
Heute ist alles etwas komplizierter und undurchsichtiger: Riester, Rürup, Fondspolicen, Rentenversicherungen, Bank- oder Fondssparpläne, Zinseszinseffekt und Abgeltungssteuer.
Was ist wirklich die steuergünstigste Altersvorsorge?
Wie findet ein Anleger die richtige Mischung aus Rente und Flexibilität?
Wer vorsorgen will, könnte zunächst die staatlich geförderten Renten nutzen, da je nach Einkommenssituation bis zu 70 Prozent der Beiträge aus staatlichen Zuschüssen oder Steuervorteilen stammen.
Sparer müssen aber zwischen persönlicher Altersvorsorge und privatem Vermögensaufbau unterscheiden, da gerade bei Gutverdienern diese Vorsorgeformen nur einen Bruchteil der späteren Rentenlücke decken. Auch sind diese wenig flexibel und Erben bleiben teilweise unberücksichtigt.
Die lukrativsten Vermögensaufbauformen sind derzeit die Fondspolicen und Fondssparpläne.
Die Sparpläne sind derzeit auf Grund des fehlenden Risikoschutzes im Todesfall günstiger, wird die Abgeltungsteuer ab 2009 das Ergbenis umdrehen. Selbst bei Einmalanlagen, die vor 2009 getätigt werden, schlägt die Fondspolice den Fonds, denn die Abgeltungsteuer greift hier auf Dividenden zu. Fonds eignen sich also nach wie vor als Vorsorgeform, aber aus Steuergründen im Mantel der Fondspolice.
Was bringt ein Fondssparplan, wenn ich langfristig investiere?
Der Bundesverband Investment und Asset Management untersuchte über 44 Jahre alle erfassten internationalen Aktienfonds-Sparpläne.
Ergebnis: Im 30-Jahres-Vergleich entpuppten sich Fonds selbst in schweren Börsenphasen als sicher: Die Rendite schwankte zwischen plus 6,1 und plus 11,3 Prozent.
Eines ist jedoch sicher: Wer zu spät zu sparen anfängt, verliert den wichitigsten Helfer bei der Vorsorge: den Zinseszinseffekt, für Rürup das "achte Weltwunder".
Beispiel: Wer 40 Jahre lang monatlich 100 Euro spart, kommt bei sechs Prozent Verzinsung auf ein Endkapital von 190768 Euro. Fängt er nun zehn Jahre
später zu sparen an, schmilzt sein Kapital auf 93316 Euro. Selbt eingezahlt hat er im ersten Fall nur 48000 Euro, im zweiten Fall 36000 Euro - den Rest bewirkt der Zinseszinseffekt.
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